Presse

Elephantengedächtnis

Eine Wohltat wenn Sahra Huby kommt

Mit schwarzen Stöcken und hautfarbenen Dress erobert sie die Bühne. Kompliziert verschränkt klemmt sie zwei der Holzstäbe zwischen Knie und gegenüberliegenden Ellenbogen, zwischen Arm und Taille. Zu einem maschinenartigen Wesen, einem Körper mit überflüssigen Ersatzteilen verstümmelt, bewegt sich die in München lebende Belgierin über die Bühne. Mit zusätzlichen Körperteilen watschelt sie über die Bühne. Lässt die Stöcke fallen, um sie dann anders aufzunehmen. Immer aber bleiben sie Teil ihrer Bewegungen. Applaus brandet auf(….) Der Höhepunkt, die Vergabe des ersten Platzes. Sahra Hubys Choreografie „Elephantengedächtnis“ hat sich durchgesetzt. „Einfach geil,“ fasst Choreograf und Jury-Mitglied Felix Ruckert zusammen. Die Jury-Begründung fällt kurz und emotional aus. „Du hast ein klares Konzept, hast das hervorragend getanzt.“ Spricht er sie an. Am Ende habe er gedacht: Schade, dass es schon vorbei ist. Da war er nicht der einzige.

Veröffentlicht am 10.11.2009, Leipziger Volkszeitung, Autor Kerstin Leppich

Produktion