Filter
Ein Tanzstück von Anna Konjetzky
für die Tänzerinnen Sahra Huby und Mu-yi Kuo. Dauer: ca. 30 Minuten
In Koproduktion mit dem Tanzhaus NRW und dem Kunsthaus 2angles, Flers.
„Filter“ soll ein zyklisches Arbeiten mit Schichten sein. Schichten, die in der Kombination wie ein Verfaulen von Innen heraus wirken.
Filter arbeitet mit Tanz, Sound und live-Kamera.
Ein Duo zweier verschmolzener Körper, zwei Körper die wie Parasiten einer an dem andern kleben, ohne das klar ist wer was bewegt, wer führt, was diese schwere Körpermasse in Bewegung bringt.
Eine durchgängige Soundcollage überlagert das ganze Geschehen und füllt den Raum. Eine ganze Sammlung von politischen Reden von Präsidentenreden, sind zu hören.
Soundcollage und Tanz werden vor allem in einem dynamischen Verhältnis zu einander stehen, bzw. sich kontrastieren. Wenn die Körper stecken bleiben, und die Stimme weiter „pushen“ oder umgedreht, wenn überall kurz „die Luft angehalten“ wird.
Filter ist ein Kreislauf in dem sich Schicht auf Schicht legt, immer wieder neu, in dem sich die eine Schicht über die andere legt oder unterschiebt. Ein Zyklus, der in sich verfault, und sich doch stetig am Leben hält, und immer neue „Parisiten-bezüge“, dh. aneinander haftende Schichten herstellt: während man den Reden zuhört, gräbt sich darunter schon das Verblassen des Zuhörens in der Projektion, während man die Körpermasse in Veränderung sieht, öffnet sich der Raum nach hinten zu einer repetitiven Maschine.