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Hochspannung im Eis

1. März 2011, Süddeutsche Zeitung von Simone Hirmer

(…) aber für Münchens wohl beste Nachwuchschoreographin Konjetzky, 30, ist es nichts Ehrenrühriges, den Gast bei Null abzuholen, er folgt dann gerne in komplizierte Höhen. Die vier Körper werden geworfen, gezogen, auseinander, aufeinander, gespült, ergriffen, gewirbelt, gepresst, geschleift… Das Kunststück, das gerade der 28-jährigen Sahra Huby gelingt ist, den Körper dabei passiv aussehen zu lassen: Er springt nicht, sondern wird geworfen. Außerordenlich ist das letzte Bild, das auf einer weißen schrägen Fläche das Schmelzen eines Gletschers zeigt… . Völlig unvorhersehbar ist, wo die Physik, wo der Druck und Zug als nächstes zuschlagen – das ist auch für den Zuschauer 30 Minuten körperlich fühlbare Spannung. So anregend waren Glazialkräfte noch nie.

Veröffentlicht am 01.03.2011, Süddeutsche Zeitung, Autor Simone Hirmer

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