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about a session

Süddeutsche Zeitung: 27.1. 2018 Rita Argauer

Akademische Intimität

(…) Die Falle der schlecht gespielten Zweisamkeit umgeht sie dabei jedoch schon im strukturellen Ansatz des Stücks. Indem sie es als „session“ bezeichnet, lenkt sie den Fokus weg von der fertigen Aufführung und stellt vielmehr den Entstehungsprozess in den Vordergrund. (…) Anna Konjetzky hat in ihr Stück ein paar solcher Brechtscher Distanzierungs-Tricks eingebaut, in denen der Zuschauer zwischen erklärter Realität und ausgestellter Künstlichkeit schwankt. Toll funktioniert das, wenn die Tänzer schon weit fortgeschritten sind in der Offenbarung ihrer Sex-Bewegungen, ihr Körper aber mit Kontaktmikrofonen versehen sind und so zu astreinen Sample-Pads werden: Rubbeln am, Hintern, ein Beat ertönt. Schlag auf die Brust, der Beat stoppt. Reiben am Bein, elektronisches Knistern erklingt und die Tänzer-Körper werden quasi zu masturbierenden Cyborgs. (..)

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